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1.FC Mühlhausen

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Handicap-Fußball: Wenn das Nebeneinander zum Miteinander wird


02.04.2019

Kooperation zwischen dem 1. FC Mühlhausen und der Lebenshilfe Wiesloch


 Mühlhausen – rka – Fußball ist die Sportart Nummer eins in Deutschland, nicht nur für Menschen ohne, sondern auch für viele Menschen mit Behinderung. Damit behinderte Menschen ihren Lieblingssport ausüben können, ist es wichtig, dass Fußballvereine ihre Strukturen für Menschen mit Handicap öffnen. Ein wichtiger Akteur für die erfolgreiche Inklusion eines behinderten Menschen in einem Fußballverein ist neben den Spielern vor allem der Trainer. Er bietet nicht nur regelmäßiges Fußballtraining, sondern wirkt auch häufig zusätzlich als Motor, Freund oder manchmal auch als Seelsorger. Um Menschen mit Behinderung den Zugang in die Fußballfamilie zu erleichtern, besteht seit einigen Jahren zwischen der Lebenshilfe Wiesloch und dem 1. FC Mühlhausen eine Partnerschaft, die im vergangenen Jahr auch von der „Aktion Mensch“ gefördert wurde.
„Der Ball ist für alle rund“, meint dazu der zuständige Jugendleiter Paul Klose, und ergänzt: „Inklusion braucht lebendige Begegnung und Teilhabe. Wir begreifen die benachteiligten Sportler als gleichwertige Partner und möchten ihnen die Möglichkeit bieten, in unserem Verein ihren Sport zu treiben“. Deshalb treffen sich Fußballspieler*innen und sportbegeisterte Menschen mit und ohne Behinderung zweimal im Monat auf den Mühlhäuser Sportplätzen, um gemeinsam Fußball zu spielen. Geplant, vorbereitet und durchgeführt wird das Training von Fußballtrainern aus den Reihen des FC. Im Vordergrund steht natürlich der Spaß am Spiel, aber auch das Gefühl für den Ball wird geübt und neue Tricks ausprobiert. Dabei wird genau darauf geachtet, dass alle Spieler*innen in das Spielgeschehen mit einbezogen werden, ganz nach ihren Möglichkeiten.
Sascha ist ein besonders lernwilliger Sportler, der schon nach wenigen Trainingseinheiten wusste, wie man einen Ball stoppt, ihn mit Gefühl behandelt und dann einen gescheiten Pass zum Mitspieler schlägt. Viel Motivation geben ihm die neuen Fußbälle und die individuell gestalteten Trikots, die dank der Förderung durch die „Aktion Mensch“ beschafft werden konnten. Auf die Frage, was er in der Zukunft noch gerne dazulernen wolle, antwortet Sascha: „Ich spiele am liebsten in der Abwehr, um Tore zu verhindern, und würde gerne besser lernen, wie ich mich auf dieser Position zu verhalten habe“. Horst dagegen würde am liebsten auf allen Positionen spielen. Bei den nächsten Trainingseinheiten soll auf alle Wünsche eingegangen werden, damit das Fußballspielen weiterhin so viel Spaß macht wie bisher.
Im Mittelpunkt des Miteinander steht natürlich das runde Leder, aber nicht weniger wichtig ist für Verantwortliche und Jugendliche die gemeinsame Zeit, die außerhalb des Spielfeldes verbracht wird. So bereiten Veranstaltungen wie Grillfest oder Weihnachtsfeier nicht nur Freude, sie stärken auch das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Mannschaft. Lisa Wagner von der Lebenshilfe Wiesloch lädt herzlich dazu ein, einmal das Training zu besuchen oder sogar mitzuspielen. Sie ist zu erreichen unter Tel. 06222-9355556 oder E-Mail: l.wagner@lebenshilfe-wiesloch.de


 


 


 




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